Blenheim Gardens


Der Garten

Das Gelände von Blenheim Gardens gehörte nach Aussage des Domesday Book ursprünglich der Familie Mohun, die das nahe gelegene Dunster als Standort für ihre Burg wählte. Dunster Castle ging dann in den Besitz der Familie Luttrell über. 1911 wurde das heutige Gartengelände von Alexander Fowness Luttrell gekauft, um es der Öffentlichkeit zur Verfügung zu stellen. Die Gärten erfuhren eine völlige Neukonzeption mit vielen Pflanzen und Bäumen, die sich bis heute zu einem schönen Park entwickelt haben. Mit der Ergänzung der Burma Star Memorial Gardens in jüngerer Zeit hat der Garten zusätzlich den Charakter einer Gedenkstätte erhalten.

Blenheim Gardens

Die Schöpfer von Blenheim Gardens wollten von Anfang an einen ruhigen und friedlichen Ort schaffen. Früher wie heute sind Ballspiele und Radfahren auf den Rasenflächen und Wegen untersagt.

Fast ein Jahrhundert nach ihren Anfängen faszinieren die Gärten immer mehr Besucher: hier gibt es Sommerkonzerte, ein Putting-Green und eine Fülle schöner Pflanzen. Neben den Blumenbeeten befinden sich am Ende des Parks zwei formale Anlagen im Edward-Stil sowie eine große Vielfalt an Musterbäumen. Gehwege schlängeln sich um Rasen und Blumenbeete voller blühender einjähriger Pflanzen. Die Parkgrenze bilden Stauden und Sträucher, die zwischen Bäumen angelegt sind sowie die beiden formalen Edwardian Blumenbeete. Das kleinere Beet am seeseitigen Eingang ist um eine Palme angepflanzt, während das größere Beet mit blauen, rosa und weißen Geranien sowie Salbei ebenfalls um eine eindrucksvolle tropische Pflanze herum angelegt ist. Ein gemeinsames Charakteristikum fast aller Blumenbeete des Parks ist das Vorhandensein eines dekorativen Baums in ihrem Zentrum. Ein weiteres Merkmal besteht darin, dass unabhängig von der Zusammenstellung der Pflanzen fast alle Beete von markanten weißen Farnen begrenzt werden.

Blenheim Gardens

Der moderne Burma Star Garden, der vom seewärtigen Eingang gesehen am äußersten Ende liegt, beherbergt eine überwältigende Auswahl an einjährigen und mehrjährigen Blumen und Farnen. Der Garten erinnert an die Somerset-Abteilung der Burma Star Association und an die Männer und Frauen, die während des Pazifikkriegs 1941-1945 in Burma dienten.

Das vielleicht eindrucksvollste Element des Parks ist aber die erstaunliche Bandbreite an Bäumen. Einige der schönen traditionellen, englischen Baumarten stammen noch aus der Zeit der ursprünglichen Gestalter. Heute besitzt der Park mehr als fünfzig verschiedene Baumarten.

Blenheim Gardens

Unter den Bäumen befindet sich eine Auswahl von Eichen einschließlich Quercus ilex (Steineiche), Quercus coccinea (Scharlacheiche) und Quercus ruba (Roteiche). Die traditionellen englischen Bäume sind mit einigen Birkenarten vertreten, wie Betula pendula (Gemeine Birke) und Betula jacquemanti (Himalayabirke) sowie mit einigen Buchenarten, wie Fagus asplenifolia (Farnblättrige Buche) und Fagus sylvatica ‚purpurea’ (Blutbuche). Hinzu kommen zahlreiche Ahornbäume und Tannen sowie eine Auswahl von Zedern, u.a. die herrliche Cedrus atlantica ‚glaucus’ (Atlasbergzeder). Es gibt auch eine Reihe von Zierbäumen, darunter der herbstblühende Kirschbaum und Erdbeerbaum. Die Bäume sind gezielt so angepflanzt, dass sie den Blick auf die Gebäude um den Park verdecken und kleine Haine in den Rasenflächen bilden, die die formale Struktur des Gartens durchbrechen.