Europäischer Gartenpreis 2013


European Garden Award 2013

Am Freitag, den 6. September 2013 wurde der Europäische Gartenpreis des EGHN und der Stiftung Schloss Dyck zum vierten Mal, erneut mit Unterstützung der Baumschule Lorenz von Ehren, vergeben.

Hier sind die Gewinner und Finalisten des Europäischen Gartenpreises 2013 in den drei Kategorien:

• Beste Weiterentwicklung eines historischen Parks oder Gartens

• Innovatives Konzept oder Design eines zeitgenössischen Parks oder Gartens

• Sonderpreis der Stiftung Schloss Dyck

 

KATEGORIE 1:
BESTE WEITERENTWICKLUNG EINES HISTORISCHEN PARKS ODER GARTENS

GEWINNER:
PARK MONSERRATE, SINTRA (PORTUGAL)

Die Entscheidung der Jury für den Park Monserrate als Gewinner des Europäischen Gartenpreises in der Kategorie „Historischer Park“ fiel nicht zuletzt wegen der Magie und der romantischen Stimmung, die noch heute von ihm ausgeht. Dabei muss es eigentlich „heute wieder“ heißen, denn der Park wurde erst in den letzten 20 Jahren umfassend erschlossen und rekonstruiert. 1995 wurde dann der Park als Teil der Paläste und Parks in Sintra von der UNESCO als Weltkulturerbe anerkannt. Für diese herausragende Leistung, an der der Verein der „Freunde von Moserrate“ großen Anteil hatte, werden der Park und alle Beteiligten dieses Jahr ausgezeichnet.

Monserrate verdankt seine Gründung einem englischen Händler, der sich hier seine Residenz in Portugal errichten ließ. Er und einige weitere englische Besitzer, sowie die von ihnen beauftragen Architekten und Gärtner, haben über die Jahre einen Park geschaffen, an dem sich die verschiedensten Ebenen seiner Geschichte – und auch seines zwischenzeitlichen Vergessens - noch heute ablesen und in vielfältigen Gartenräumen erleben lassen.

Licht und Schatten, exotische und seltene Pflanzen, geschwungene Wege und atemberaubende Ausblicke, aber auch neue Gartenteile, wie der im Jahre 2011 vom Prinz of Wales eröffnete Rosengarten, machen einen Besuch in Monserrate, trotz der vielen anderen wundervollen Park in Portugal, zu einem faszinierenden und damit „preiswürdigem“ Ereignis.

Laudatio (durch Ed Bennis), Fotos und externer Link nach Monserrate.


FINALIST:
 
SOMMERGARTEN, ST. PETERSBURG (RUSSLAND)
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FINALIST:
GUNNEBO SLOTT UND GÄRTEN (SCHWEDEN)
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KATEGORIE 2:
INNOVATIVES KONZEPT ODER DESIGN EINES ZEITGENÖSSISCHEN PARKS ODER GARTENS

GEWINNER: QUEEN ELIZABETH OLYMPIC PARK, LONDON (GB)

Die Nachhaltigkeit von Großereignissen wird oft in Frage gestellt. Bei den Olympischen Spielen 2012 in London, für die mit dem Olympischen Park ein neuer Stadtteil erschlossen und entwickelt wurde, war die langfristige und vielfältige Nutzbarkeit der meisten Gebäude und Außenanlagen eine wichtige Zielvorgabe.

Aktuell läuft die Transformation in den neuen Queen Elizabeth Olympic Park, die durch die London Legacy Development Corporation gesteuert wird. Der neue Park kann darauf aufbauen, dass schon für die Zeit der Spiele Grünflächen hoher Gestaltqualität für vielfältigste Nutzungen angelegt wurden. Es entstanden u.a. Picknickwiesen und grüne Arenen, die viele Besucher aufnehmen können, Stätten für kulturelle Angebote, aber auch Staudenpflanzungen, Blumenwiesen, Wasser- und Uferbereiche mit Rückzugsorten für die Natur. Namhafte Landschaftsarchitekten waren hieran beteiligt. Auch unverzichtbarer Rückbau, z.B. der breiten Erschließungswege, wurde von Beginn an in die Planung einbezogen und daher so ressourcenschonend wie möglich umgesetzt.

Ein erster neuer Parkabschnitt wurde im August diesen Jahres freigegeben; für die Bewohner der angrenzenden Stadtteile, aber auch alle Londoner und internationalen Gäste, für die der Queen Elizabeth Olympic Park bereits jetzt zu einer wichtigen Oase und neuen grünen Attraktion in der britischen Hauptstadt geworden ist.

Laudatio (durch Gunnar Ericson), Fotos und externer Link zum Queen Elizabeth Olympic Park.


FINALIST:
 
FLOOR WORKS, GENF (SCHWEIZ)
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FINALIST:
MDINA DITCH, MDINA (MALTA)
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KATEGORIE 3:
SONDERPREIS DER STIFTUNG SCHLOSS DYCK

GEWINNER: REALDANIA, KOPENHAGEN (DÄNEMARK)

Für den Reichtum der Kulturlandschaft sind in vielen Regionen Europas Schlösser und Landgüter sehr wichtig. Nicht nur die Gebäude und ihre Parks selber, sondern auch die land- und forstwirtschaftliche Nutzung, die von ihnen ausging, bestimmen das Landschaftsbild. In Dänemark unterstützt die philanthropische Stiftung Realdania mit Sitz in Kopenhagen den Erhalt und die Wiederherstellung dieser Qualitäten, insbesondre der historischen Parkanlagen rund um Landgüter und Schlösser, nun zum zweiten Mal mit einem mehrjährigen Programm.

Dafür erhalten Antragsteller, meist private Eigentümer, die aus einem Wettbewerbsverfahren als Sieger hervorgehen, neben Zuschüssen auch fundierte fachliche Beratung für Restaurierungsmaßnahmen. Die Eigentümer verpflichten sich im Gegenzug, den Park der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Realdania versteht seine Initiative zu Recht auch als Beitrag zur Förderung lokaler Ökonomien im ländlichen Raum. Da der Tourismus hierbei eine wichtige Rolle einnimmt, macht Realdania über Aktionen und Publikationen auf diese neuen Qualitäten und Ausflugsziele aufmerksam. Für dieses nachhaltige Engagement erhält Realdania den Sonderpreis der Stiftung Schloss Dyck.

Laudatio (durch Roswitha Arnold), Fotos and externer Link nach Realdania.


FINALIST:
 
ARTE SELLA, BORGO VALSUGANA (ITALIEN)
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FINALIST:
 
NOMADISCH GRÜN  (DEUTSCHLAND)
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Ein Foto von der Preisverleihung steht hier als Download zur Verfügung.

Die Pressemitteilung steht hier als Download zur Verfügung. 

 

Der Europäische Gartenpreis wird unterstützt durch: