Die Gärten von Lyme Park


Der Garten

Lyme Park bietet mit seinen dekorativen Gärten eine eindrucksvolle Aussicht über die Cheshire-Ebene. Im Zentrum des großen Anwesens (ca. 560 Hektar), das im wesentlichen aus Wildgehegen besteht, liegt ein eindrucksvolles steinernes Herrenhaus, das über 600 Jahre lang Sitz der Familie Legh war. Im Laufe der Jahrhunderte sind eine Reihe von Gärten in Lyme Park entstanden.

Das Gelände des Parks liegt in einem hochgelegenen Moorgebiet am westlichen Rand des Peak District. Die Landschaft wird durch Bergrücken und tiefe Täler bestimmt und steht im deutlichen Gegensatz zum typischen Charakter Cheshires.



1398 kaufte die Familie Legh das Gelände, das Mitte des 16. Jahrhunderts zum Hauptsitz der Familie wurde.

Die Anlage der Gärten begann im 17. Jahrhundert. Zunächst wurden Teile des Wildgeheges um das Herrenhaus landschaftlich gestaltet, wobei ein System mit formalen Alleen und Aussichtspunkten eingerichtet wurde. Die stark formal angelegten Gärten auf einer Fläche von ca. 7 Hektar kontrastieren mit dem höher gelegenen wilden Parkgelände im Hintergrund. Im Süden des Herrenhauses liegt ein leichter Abhang, der hinunter zum steinigen Ufer des South Lake führt. Der See ist als Spiegelweiher angelegt. Im Zentrum des Parks gibt es einen kleinen Wasserfall. Die Lindenallee, die um 1670 entstanden ist, leitet den Blick den Berg hinauf und über das Parkgelände.

Im Westen liegt ein Gartenraum mit halbrunden Steinbänken, von denen der Besucher den Park und den holländischen Garten überschauen kann. Der Garten geht auf William John Legh zurück, der 1892 zum ersten Lord Newton wurde. Dieser Parkbereich wurde 1860 ursprünglich als italienischer Garten angelegt. Er wird von einer vier Meter hohen Steinmauer begrenzt, deren Fuß mit immergrünen Pflanzen bewachsen ist. Der Garten ist in vier Bereiche gegliedert. In jedem Teil steht eine Engelsskulptur, die die vier Elemente (Feuer, Erde, Luft, Wasser) symbolisieren.

Lewis Wyatt war auch für den Bau der Orangerie östlich des Herrenhauses verantwortlich, das mit Quadersteinen aus Grauwacke mit elf Erkern gestaltet ist. Die Orangerie beherbergt einen 90 Jahre alten Feigenbaum und zwei seltene und bisher nicht klassifizierte Kamelien, von denen man annimmt, dass sie mehr als 170 Jahre alt sind.



In den 1990er Jahren wurde wieder eine Dammwildherde im Parkgelände eingeführt. Die Hirsche stammen vom ursprünglichen Rotwild ab, das hier stand als der Park erstmals von Piers Legh I. eingefriedet wurde. Die Begrenzung besteht aus einer 14,5 Kilometer langen Trockensteinmauer, die auf das 16. Jahrhundert zurückgeht. „The Cage“ ist ein erhöht stehendes Gebäude innerhalb des Parkgeländes. Es wurde 1737 als Nachfolger eines Vorgängerbaus errichtet. „The Cage“ bietet einen Panoramablick nach Norden auf die Pennines und nach Westen über die Cheshire-Ebene nach Wales. Das Gebäude, das zur Beobachtung der Jagd und für Bankette diente, wird derzeitig renoviert.

Der Park bietet heute die romantische Kulisse für Romanverfilmungen. 1995 drehte die BBC eine Adaption von Jane Austens „Pride and Prejudice“ im Park. Auch die „Forsyth Saga“ wurde hier gefilmt.

Lyme Park befindet sich in Besitz des National Trust.