Gartenverein Göteborg


Der Garten

Der Park, den der Gartenverein (trädgårdsföreningen) Göteborg 1842 konzipierte, bietet einzigartige Besonderheiten mitten im Herzen der Stadt

Sein Markenzeichen ist das Palmenhaus in einer Glas- Eisenkonstruktion – ein schillerndes Kunstwerk im Zentrum des Parks. Errichtet nach dem Vorbild des berühmten Kristallpalastes in London, ist es seit 1878 ein beliebtes Besuchsziel. Auf einer Fläche von beinahe 1.000 Quadratmetern beherbergt es ein großes Spektrum exotischer Pflanzen – darunter natürlich auch Palmen.

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Das Palmenhaus ist in fünf Sektionen gegliedert: das Hauptschiff, das Mediterrane Haus, das Kamelienhaus, das Tropische Haus und das Wasserhaus. Es vereint eine große Vielfalt von Pflanzen aus dem Ausland und verströmt den Geist einer vergangenen Zeit, die im starken Gegensatz zu den stilisierten Vorbildern der Gartenbaukunst von heute steht.

Der Rosengarten besteht aus drei Abteilungen. Die modernen Rosen sind in „Rosovalen“ gruppiert. Die älteren Rosensorten sind in „Rosparken“ zusammengeführt, wo sie in perfekter Harmonie mit mehrjährigen Pflanzen, wie Ziersalbei (salvia nemorosa) und Katzenminze (nepeta) gedeihen. „Rosarkivet“ enthält eine Rosenkollektion aus Westschweden, die Teil eines Schutzprojektes im Rahmen des „Programme for Diversity of Cultivated Plants” ist. Der Rosengarten wird ökologisch betrieben, der Einsatz von Schädlingsbekämpfungsmitteln ist nicht erlaubt, da sie Mensch und Tier schädigen können. Zur Schädlingsbekämpfung sind Vögel bestens geeignet und als Belohnung dafür gibt es attraktive Vogelhäuschen im gesamten Park.

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Anfang Juli, wenn die Rosen am schönsten sind, veranstaltet der Gartenverein Göteborg eine Rosenparty. Dann wird die Blumenkönigin mit Ausstellungen, Seminaren, Verkaufsaktionen und Unterhaltungsprogrammen gefeiert.

Das englische Gartenideal des 19. Jahrhundert empfahl weiche, natürliche Linien und Blumenbeete. Sogenannte „Teppichbeete“ sorgten für einen deutlichen Kontrast innerhalb der strikt geometrischen und kontrollierten Kreationen. Der Gartenverein Göteborg entwickelte sich zu einem Park, in dem Teppichbeete eine größere Attraktion werden sollten. Heute erscheinen sie nach und nach im zeitgenössischen Gewand.

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In den bewaldeten Bereichen lässt der Gartenverein Göteborg der Gartenbaukunst freien Lauf. Bekannte Landschaftsarchitekten und Gartengestalter wie Ulf Nordfjell, Piet Oudolf, Julie Toll, Jaqueline van der Kloet, Heiner Luz und andere haben Pflanzungen mit Stauden, Zwiebelgewächse oder Gräsern in ihrem jeweils individuellen Stil geschaffen.

Um den Steingarten kümmert sich die Gesellschaft Trädgårdsamatörerna. Seltene und außergewöhnliche Pflanzen prägen dieses fesselnde gartenbauliche Kleinod mit einer großen Kollektion Waldlilien (trillium), Primeln (primulas), blauen Buschwindröschen und Kaukasus-Pfingstrose (paeonia mlokosewitschii).

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Der Park besitzt sowohl klassische als auch moderne Skulpturen. Die meisten von ihnen erhielten ihren Platz im Rahmen von Skulpturenausstellungen.

Der Spielplatz bietet eine innovative Kombination von Attraktionen (z. B. Fabelwesen, Rutschbahnen, Leuchteier) mit dicht gepflanzten grünen Inseln, Bambus und eine kleine Wildnis.

Viele ursprüngliche Gebäude aus dem 19. Jahrhundert sind im Park noch erhalten. Sie verleihen ihm Charme und Glanz, auch wenn der Gebäudezweck sich seit 150 Jahren oftmals völlig verändert hat.

Der Gartenverein in Göteborg ist nicht nur ein Park, sondern auch Bühne für verschiedenste Veranstaltungen. Zu den wiederkehrenden Events zählen die Kamelien-Wochen, die Feierlichkeiten zum Mitsommer, die Rosenparty im Juli und die Gartenausstellungen im Frühjahr und Herbst.