Die barocken Gärten von Het Loo


Prolog

 

 

Ein verschwundenes Gesamtkunstwerk aus dem 17. Jahrhundert wird wieder zum Leben erweckt

Het Loo wurde als Gesamtkunstwerk von Schloss und barockem Garten ab 1686 geplant und gebaut. Der hohe Grundwasserspiegel und zahlreiche natürliche Quellen begünstigten die Anlage von Springbrunnen, Kanälen und Wasserspielen.

Die südlichen Mauern sind mit Spalierbäumen von Äpfeln, Birnen, Pfirsichen, Aprikosen, Nektarinen, Kirschen und Pflaumen bewachsen, ein typisches Element der holländischen Gartenkunst. Die halbrunden Kolonnaden am Ende des Parkes bieten einen phantastischen Ausblick auf das Schloss, die filigranen Parterres und die Alleen.

Es gibt eine Vielzahl alter duftender Rosensorten, viele historische Staudenarten und ungewöhnlich schöne Zwiebelgewächse zu bewundern. Auf den Mauern stehen unzählige Steintöpfe, historischen Vorbildern aus dem 17. Jahrhundert nachempfunden, die mit verschiedenen Pflanzen aus eigener Züchtung bepflanzt sind. Auch die prachtvollen Blumensträuße im Schloss stammen aus eigenen Züchtungen und werden vom Gartendienst liebevoll zusammengestellt.

Im Sommer ist der Königinnengarten geschmückt mit Orangeriepflanzen in Steintöpfen und Holzkübeln, die hohen Laubengänge aus Weißbuchen bieten Sichtschutz, an warmen Tagen plätschern wieder die Springbrunnen und es duftet nach Orangenblüten.