Schlosspark Lütetsburg

Ein Landschaftsgarten als Kunstwerk und als Lebensform


Prolog

 

 

 

 

 

„Ein uraltes Schloss am Meeresstrand;
Ein herrlicher Park im baumlosen Land; (…)

Theodor Fontane, „Lütetsburg“, 12. August 1882

Zur Poesie in Grün ließ sich nicht nur Theodor Fontane inspirieren, als er 1882 zu Gast in Lütetsburg war. Der Schlosspark, das Lebenswerk eines poetischen und kunstsinnigen Menschen, präsentiert sich besonders zur Azaleen- und Rhododendrenblüte von Mai bis Juni von seiner schönsten Seite.

Im zeitigen Frühjahr blühen Osterglocken und Narzissen als leuchtend gelbe Blütenteppiche. Die Schönheit der über 150 dendrologischen Besonderheiten offenbart sich erst auf den zweiten Blick und sie erfreuen besonders im Herbst mit ihrer prächtigen Blattfärbung.

 

Der Park ist ein außergewöhnliches Gartenkunstwerk und entfaltet zu jeder Jahreszeit seinen besonderen Zauber. Der englische Landschaftsgarten entstand zwischen den Jahren 1790 und 1824 im frühromantischen Stil und gehört zu den wenigen erhaltenen Beispielen dieses Typs auf dem europäischen Kontinent. Wörlitz stand hier Pate und auch der chinesische Einfluss ist heute noch spürbar.