Park Rauischholzhausen


Prolog

 

 

1873 erwarb Ferdinand Eduard Stumm (1843 – 1925) am Rande des Dorfes Holzhausen ein Areal aus mehreren Grundstücken und ließ es in den folgenden Jahren zu einem großzügigen Landschaftspark umgestalten und in dessen Mitte einen repräsentativen Schlossbau errichten. Das Anwesen wurde entlang eines Bachtals angelegt, das man in die Konzeption einbezog und den gartenkünstlerischen Vorstellungen anpasste.

Von der damals entstandenen Gartenanlage sind, wenn auch in reduziertem Umfang, wesentliche Teile erhalten geblieben, die einen guten Eindruck von einem Garten des Historismus aus der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts vermitteln.

Der Park zeigt das für die Entstehungszeit charakteristische Bild einer scheinbar ursprünglichen Landschaft mit schönen und abwechslungsreichen Gartenräumen sowie vielfachen Blickbeziehungen. Ein weitverzweigtes Wegenetz erschließt das heute gut 30 Hektar große Gelände mit ausgewählten Aussichtspunkten. Auf diese Weise werden die breite Vielfalt der oft exotischen Gehölze sowie das wechselnd bewegte oder ruhige Wasser des Bachs sichtbar und erlebbar. Die durch die Gestaltung des Parks gezielt hervorgerufenen Stimmungen gehören zu den typischen Zielen des Gartenstils dieser Zeit.