Schlosspark Wilhelmsthal


Ein Gesamtkunstwerk von Schloss und Park

 

 

Das ehemalige landgräfliche Lust- und Jagdschloss Wilhelmsthal ist eines der bedeutendsten Baudenkmäler der Region Nordhessen und gehört zu den wichtigsten erhaltenen Kunstschöpfungen des Rokoko in Deutschland. Beim Bau des Schlosses und der Anlage des Parks ab 1743 wirkten einige der herausragendsten Künstler des 18. Jahrhunderts mit, die der Bauherr Landgraf Wilhelm VIII. (1682 - 1760), für das Projekt engagiert hatte.

Das Parkgelände wurde zunächst im Geschmack der Zeit in einer symmetrischen Form mit regelmäßigen Bestandteilen angelegt, aber gegen Ende des 18. Jahrhunderts im Stil eines Landschaftsgartens umgeformt. Dabei blieb jedoch die ursprüngliche Grundstruktur erhalten, so dass der Besucher beide Gestaltungsprinzipien noch gut erkennen kann. Im Bereich der zum Teil rekonstruierten südlichen Gartenachse wird der Zustand des Rokokogartens mit seinem Figurenprogramm und Wasserspielen nachvollziehbar. Dagegen erweckt der nördliche Gartenbezirk den Eindruck eines scheinbar natürlichen idyllischen Bachtales.

Außerhalb des Parks erinnern im Waldgebiet mehrere Jagdsterne mit gleichmäßig von bestimmten Punkten ausstrahlenden Schneisen an die frühere Nutzung zur fürstlichen Unterhaltung.