Burggarten am Dornröschenschloss Sababurg


Prolog

In der gedrängten Raumsituation der 1334 gegründeten »Zappaborgck« hatten große Gärten keinen Platz. Sowohl der dem höfischen Leben zugedachte Burggarten wie der Wurzgarten lagen auf dem Wehrring oder zwischen den Mauern.

Auf Basis historischer Beschreibungen wurde der ursprünglich um 1500 angelegte hortus conlusus wieder in der Tradition des mittelalterlichen Burggartens gestaltet. Er konnte einst von den Frauengemächern besehen oder als intimes irdisches Paradies hinter schützenden Mauern zum ergehen, ausruhen oder speisen genutzt werden.


Der Quell des Lebens, das Wasser, steht als Brunnen im Mittelpunkt. Auch der Rose wird besondere Aufmerksamkeit zu Teil. Sie gilt schon seit dem Mittelalter als Zeichen des Geheimnisses schlechthin und erinnert an das weltberühmte Dornröschen-Märchen.

Die Wege, die von Rabatten mit historischen Blumen, Stauden, Gewürz- und Heilkräutern gefasst sind, eine Hainbuchenlaube, das Brüder-Grimm-Denkmal und zwei Rosenbögen als Zugangspforten sind wesentliche Akzente dieses von formalen Elementen geprägten Gartens.