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Wellington ParkDer GartenDer 1,8 Hektar große Wellington Park liegt nur einen kurzen Fußweg vom Stadtzentrum Wellingtons entfernt und stammt aus dem Jahre 1902, als der District Council nach Ideen suchte, die Krönung von Edward VII. zu begehen. Die Unternehmer-Familie Fox, die der Glaubensgemeinschaft der Quäker angehörte und die mehr als 1000 Menschen vor Ort in der Produktion feiner Seiden- und Wollstoffe beschäftigte, bot ihre Hilfe unter der Bedingung an, dass die Anlage und Nutzung des Parks bestimmte Spielregeln befolgt: „Besonders erwünscht ist ein Bereich in einer angenehmen und gefälligen Lage, bepflanzt mit Rasen und Blumenbeeten und mit genügend Sitzplätzen ausgestattet … er soll ständig von einem ansässigen Wärter betreut werden und nicht als Spielplatz oder Spielfeld für Jugendliche oder Erwachsene dienen.“
Diese Prinzipien befolgt der Wellington Park bis heute. Der deutsche Landschaftsarchitekt F.W. Meyer plante den Park, der 1903 eröffnet wurde. Er ist ein gutes Beispiel spätviktorianischer Gartenkunst. Im Gelände wechseln sich offene Rasenflächen und herrliche Blumenbeete mit ausgewählten Solitär-Bäumen ab, ein wunderschöner Steingarten mit Teich, ein Musikpavillon und das Haus des Wärters bereichern den Park. Im Steingarten erkennt man die Mühe, die sich der Landschaftsarchitekt bei der Anlage dieses Gartens gemacht hat. F.W. Meyer lehnte es ab, Zement zu verwenden, weil er farblich nicht zu den natürlichen Schattierungen des Kalksteins passte. Schließlich zerschlug man 80 Tonnen Fels aus Westleigh in unregelmäßige Stücke und leitete Wasser vom Stadtfluss zum Gelände, um einen Teich zu schaffen. Nach Westen wurde als Begrenzung ein Ha-ha (Graben) aus Steinen angelegt, um eine ungestörte Sicht auf die Landschaft zu ermöglichen. Im Jahr 2000 war Wellington Park Gegenstand eines größeren Restaurierungsprogramms, das vom Taunton Deane Borough Council und dem Heritage Lottery Fund finanziert wurde. Heute werden die Gärten von der Stadt Taunton Deane unterhalten und sind tagsüber öffentlich zugänglich.
Die Wegränder sind mit Stauden bepflanzt und jedes Jahr werden in den Zierbeeten über 48.000 Frühlings- und Sommerpflanzen gesetzt. Viele der Pflanzungen richten sich nach den Original-Plänen von F.W. Meyer, darunter die vier Rhododendrensorten, R. ferrugineum, R. hirsutum, R. Myrtifolium und R. Wilson, verschiedene Arten von Berberitzen, Cytisus purpureus ‘Incarnatus’ (Rosenginster), Euonymus fortunei Radicans (Kletterspindelstrauch), Juniperus Sabina (Sadebaum), Taxus baccata (Gemeine Eibe) und T.Doyastoni (Westfelton-Eibe). Der Blumengarten erhält durch eiserne Pfosten und Ketten markante Gestaltungselemente. Wellington Park ist auch durch seine vielen verschiedenen Baumarten bekannt, darunter eine eindrucksvolle Platanenreihe (Plutanus Acerfolia) als Teil der östlichen Allee. Sie ersetzt die ursprünglichen Bäume, die 1908 gefällt werden mussten, da sie zu groß geworden waren. Inmitten der Rasenflächen befinden sich einige alte Bäume wie ein großer Liquidamber (Amberbaum) und ein Riesen-Lebensbaum (Thuja plicata). Eine herrliche Trauerweide, lässt ihre Zweige über den Teich hängen. Beschnittene Linden wurden im Kies um den Musikpavillon gepflanzt und zwei mächtige Eichen stehen beim Kriegerdenkmal. Eine davon steht hier seit Henry Fox sie 1902 zur Eröffnungsfeier des Parks pflanzte.
Ebenso wie die Pflanzen sind auch die Gebäude im Park von beträchtlichem Interesse und seit 1902 weitgehend unverändert erhalten geblieben. Der Musikpavillon und das Wärterhaus sind im spanischen Kolonialstil, der damals in den USA beliebt war, errichtet. Der Pavillon wird heute noch für Musikveranstaltungen genutzt. Die alte Trinkwasserquelle ist wegen veränderter Hygienebestimmungen nicht mehr in Betrieb, sie erinnert jedoch noch an die Zeit, als sie eine erfrischende Annehmlichkeit des Parks war. Die Besucher können eine Reihe von Wildtieren beobachten, Füchse, Bachstelzen und Baumläufer und auch den ein oder anderen Reiher am Teich. Wellington Park mit seinen anmutigen Kontrasten aus formalen Beeten, „ungeordneten“ Steingärten und geschwungenen Wegen lohnt einen Besuch zu jeder Jahreszeit. Und wie wäre es mit einem Picknick mit lokalem Käse aus Somerset, den Sie frisch im bekannten Käseladen in Wellington erstanden haben?
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