Schlosspark Wendlinghausen


Prolog

 

 

 

Im Lipper Bergland liegt das zwischen 1613 und 1616 durch Hilmar von Münchhausen erbaute Wasserschloss Wendlinghausen. Das schlichte Schloss ist ein typischer Vertreter der Weserrenaissance. 1731 erwirbt die heutige Eigentümerfamilie von Reden die repräsentative Anlage.

Die Existenz des Parks ist Ernst von Reden (1806 - 1869) zu verdanken, der in dem ca. 2 ha großen ehemaligen Kuhkamp zahlreiche fremdländische Bäume und Sträucher anpflanzt.

Nach dem 1. Weltkrieg beauftragt sein Enkel Otto von Reden (1877 - 1962) den Garteninspektor Paul Lässig aus Magdeburg mit der Umgestaltung des Parks. Dieser legt Durchblicke an und lässt exotische Gehölze wie die riesige Hängebuche oder die orientalischen Fichten, pflanzen. Bemerkenswert sind weiter ein fast zweihundert Jahre alter Tulpenbaum, eine Flügelnuss und eine Japanische Magnolie. Als Nadelgehölze beeindrucken eine rd. 180 Jahre alte Hemlocktanne, mehrere Riesenlebensbäume sowie seltene Sapindusfichten. Die Gehölze sind mit ihren botanischen und deutschen Pflanzennamen gekennzeichnet.

Im Frühjahr erfreuen zahlreiche Frühjahrsblüher wie Schlüsselblumen, Lerchensporn, Buschwindröschen, Blaustern (Scilla) oder Osterglocken den Besucher.